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Der etwa 30 km entfernte Ort Parey ist wunderbar mit dem Fahrrad über den Elberadweg zu erreichen. 

Parey ist von drei Seiten von Wasserwegen umgeben. Der Ort liegt direkt am Westufer des Elbe- Havel- Kanals, drei Kilometer westlich fließt die Elbe vorbei. Beide sind nördlich von Parey durch den Verbindungskanal und der Schleuse verbunden.1890 wurde in Parey eine Schifferschule gegründet. In den Jahren von 1888 bis 1892 wurde die Elbe bei Parey neu eingedeicht und in diesem Zusammenhang ein neuer Durchstich zwischen Elbe und Plauer Kanal geschaffen. Die Schleuse Parey wurde zu einem neuen Zweikammerverbundsystem umgebaut. Das Sägewerk Köster errichtete 1922 einen elektrisch betriebenen Kabelkran zum maschinellen Be- und Entladen der Holzfuhrwerke. Wegen seiner in Deutschland einmaligen Konstruktion wurde die Anlage später unter Denkmalschutz gestellt. Eine schöne Paltrockwindmühle ziert die Gemeinde. Eine Paltrockwindmühle ist eine abgewandelte Bockwindmühle, bei der das Mühlengebäude auf einen Rollenkranz gelegt wurde. Durch diese bauliche Veränderung konnte die Mühle vergrößert werden und mehr Maschinen oder Mahlgänge aufnehmen. Der Name soll von der Ähnlichkeit der seitlich lang heruntergezogenen Mühle mit dem Faltenrock eines Geistlichen her kommen.

Für Groß und Klein hat das Erlebnisdorf Parey viel zu bieten. Erleben Sie wunderschöne Stunden im Erlebnisdorf. Hier können Sie lustige Seetouren mit Tret- oder Paddelbooten, tolle Mühlenfloß-Erlebnisfahrten oder Führung durch die Alte Paltrockwindmühle unternehmen. Für die kleinen Rabaucken gibt es einen Erlebnisspielplatz.

Arneburg liegt etwa 18 km von Tangermünde entfernt und ist sehr gut über den Elberadweg zu erreichen. Hier ist gibt es eine tolle Aussichtsplattform mit Restaurant. Man hat einen herrlichen Blick über die Elbauen.

14 km mit dem Rad (oder auch mit dem Auto) zu erreichen ist das Städtchen Jerichow mit seinem beeindruckenden Kloster. Es ist das älteste Kloster östlich der Elbe. Sowohl das Kloster, als auch der Kräutergarten sind wirklich sehenswert. Wer sich traut, kann sich auch trauen lassen. Außerdem sind Museum und Kunstaustellungen zu besichtigen.

Hinter Jerichow rechts ab erreicht man das weltberühmte Dorf Klietznick. Was, das kennen sie nicht? Dann fregen Sie doch mal in Kanada nach? Ja, es ist schon unglaublich, aber das kleine Dörfchen hat schon einige Auszeichnungen eingesteckt. Hier gibt es sogar einen echten Weinberg. Und weil vor fast jedem Haus Rosenbüsche wachsen, wird es oft als Rosendorf betitelt.

Das kleine Dorf am Westlichen Elbufer machte am 9.Juni 2013 von sich Schlagzeilen. In den vorangegangenen Tagen war durch starke Regenfälle die Elbe über alle bisherigen Pegelstände auf 838 cm angestiegen. Feuerwehren, Armee, freiwillige Helfer waren unermüdlich im Einsatz, um mit Sandsäcken und Bigpacks die Deiche zu stabilisieren. Diese waren inzwischen aber so aufgeweicht, das ein Teilstück an der Ortslage Fischbeck dem Wasserdruck nicht mehr standhielt. In kurzer Zeit fluteten die Wassemassen den kleinen Ort und weite Gebiete und Orte östlich und nördlich Fischbecks: z.B. Kabelitz, Wust, Schönhausen und Kammern. In dieser Zeit wurde unser Hotel zum Notquartier für viele betroffene Menschen, die uns ihre Erlebnisse schilderten.

So war eine Familie zusammen gekommen, um eine Hochzeit zu feiern. Da die Hochwassersituation immer bedrohlicher wurde, wurden Sandsäcke geschippt bis der Deich brach. Da mussten alle schnell weg und wurden im Hotel Sturm untergebracht. Das ging ein paar Tage gut, dann brach im Nachbargebäude ein Brand aus. Der Dachstuhl brannte lichterloh, so dass die Familie auch ihr Notquartier verlassen mussten und mitten in der Nacht bei uns eine Bleibe bekamen. Ein anderer Herr, der seinen Hund vermisste, war sehr froh, als er erfuhr, dass dieser sich auf das Schuppendach gerettet hatte und von Soldaten mit Futter versorgt worden war.

Heute gibt es an der Deichbruchstelle einen Aussichtspunkt und Gedenkstätte.